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Unser Börsenlexikon für Sie!

Allerlei Begriffe aus der Welt der Börse begegnen uns immer wieder. Viele davon befinden sich im allgemeinen Sprachgebrauch, doch oft herrscht Irritation, wenn es ans Eingemachte geht. Jetzt nicht mehr!

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Unser Lexikon erhebt auf keinen Fall Anspruch auf Vollständigkeit. Sollten Sie etwas vermissen, freuen wir uns über jeden Hinweis.

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Dart

Ein Dart Schein ist eine exotische Optionsscheinform. In den OS-Bedingungen sind mehrere Kursspannen (Ranges) vereinbart. Für jeden Tag (Handelstag ODER Kalendertag), an dem der Bezugswert in einer dieser Spannen bleibt, erhält der Besitzer des Optionsscheines eine Auszahlung, die in den OS-Bedingungen festgelegt ist (z.B. 20 Pfennig,bzw. Euro-Cent). Fuer jede Range ist ein eigener Betrag vereinbart.



Siehe auch Optionsschein

DAX - Deutscher Aktienindex

Am 1. Juli 1988 wurde der "DAX" eingeführt. Dieser Kursindex basiert auf der Kursentwicklung von 30 an der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Aktienwerten mit hoher Umsatzaktivität. Er wird während der zweistündigen Börsenzeit jede Minute neu berechnet. Im IBIS-DAX wird die Kursentwicklung während des "nachbörslichen Computerhandels" (bis 17 Uhr) aufgezeichnet. (IBIS= Inter-Banken-Informations-System)

Deckungsrückstellungen (Bilanz)

Die Deckungsrückstellungen kommen in der Bilanz auf der Passivseite vor. Dieser Posten gehört zu den Rückstellungen. Allerdings wird diese Form der Rückstellungen bei der Bilanzierung von Versicherungsunternehmen genutzt. Da ein Versicherungsunternehmen seinen Versicherungsnehmern hin und wieder einen Überschuss gewährt, werden für diese Überschüsse Rückstellungen hergestellt, die dann im Falle einer Auszahlung eines Überschusses aufgelöst werden. Damit werden die Versicherungsnehmer an den Gewinnen der Unternehmung beteiligt. Jedoch werden die Versicherungsnehmer nicht an einem Verlust der Unternehmung beteiligt.

Siehe auch Bilanz Gewinn

Deflation

Anhaltendes Sinken des Preisniveaus für Endprodukte (Konsumgüter, Investitionsgüter) in einer Volkswirtschaft. Ursache: Die Gesamtnachfrage nach diesen Gütern ist geringer als das in der Volkswirtschaft verfügbare Güterangebot. Erfahrungsgemäß geht eine Deflation mit einer Verminderung der umlaufenden Geldmenge und/oder der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes einher.



Siehe auch Geldmenge Geld

Delta

Drückt die mathematische Sensitivität des Optionswertes im Verhältnis zur Wertänderung des zugrundeliegenden Aktienkurses aus. Das Delta variiert bei Kaufoptionen (Calls) zwischen 0 und 1, bei Verkaufsoptionen (Puts) zwischen 0 und -1. Eine Kaufoption mit einem Delta von 0,5 steigt bei einem Anstieg der zugrundeliegenden Aktie von 1 Euro um 0,5 Euro.


Siehe auch Call Aktie

Demand

Der Demand-Index berechnet sich aus Volumen- und Kursdaten. Seine Zielsetzung ist es, Wechsel im Kursverlauf vorwegzunehmen. Bei der Konstruktion des Demand-Index (Nachfrage-Index) ging man von der Beobachtung aus, daß die Wechsel in dem Volumen oft vor den Trendwechseln der Kurse stattfinden. Diese Überlegung, die dem Demand-Index zugrunde liegt, ist einleuchtend, da Angebot und Nachfrage den Kurs bestimmen. Größere Kaufkraft bedeutet steigende Kurse, größerer Verkaufsdruck fallende Kurse. Der Demand-Index ist der Quotient aus Kaufkraft durch Verkaufsdruck. Der Techniker soll nun aus dem Verlauf des Aktienkurses und der Demand-Index-Kurve Handelssignale erkennen, bzw. einen Aufschluß darüber erhalten, wie die technische Stärke der Kursbewegung ist. Laufen beide Linien in entgegengesetzte Richtungen, läßt sich auf eine technische Schwäche schließen. Gewöhnlich folgt einer extremen Spitze im Demand-Index eine weitere Rallye des Kurses zu einem neuen Hoch. Der Durchbruch der Demand-Index-Linie durch ihren Trend ist ein Trendwendesignal für den Kurs.



Siehe auch Kurs Trend

Depot

Im weiteren Sinne der Ort, an dem Wertgegenstände, z. B. Wertpapiere, aufbewahrt werden. Im Wertpapiergeschäft diese Wertpapiere selbst, die auf einem gesonderten Konto, dem Depot-Konto, verbucht und für den Kunden einer Bank gegen eine entsprechende Gebühr verwaltet werden. Am Jahresende gibt der Depotauszug Auskunft über den Wert aller Anlagen des Depots.

Siehe auch Wertpapier

Depotbank

Allgemein: Kreditinstitut, das berechtigt ist, Wertpapiere für andere zu verwahren und zu verwalten. Im besonderen: Kreditinstitut, das das Fondsvermögen einer Investmentgesellschaft verwahrt und verwaltet.

Siehe auch Wertpapier

Depotgebühr

Für die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren (Überwachung der Zinstermine, Überweisung der Zinsen etc.) berechnen Banken dem Kunden eine Gebühr.


Siehe auch Wertpapier Zinstermin Zinsen

Depotstimmrecht

Das im Einzelfall nach genau spezifizierten Weisungen oder mittels einer Pauschalerklärung des Aktionärs der depotführenden Bank eingeräumte Recht zur Stimmabgabe im Rahmen der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft (vgl. Hauptversammlung).

Siehe auch Aktionär Hauptversammlung Aktiengesellschaft

Depression

Ein im Zuge eines anhaltenden konjunkturellen Niedergangs (Rezession) stattfindender massiver Einbruch in der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung, zumeist mit erheblichen Auswirkungen auch auf die übrigen Bereiche des menschlichen Zusammenlebens.

Siehe auch Rezession

Deutsche Bundesbank

Die 1957 errichtete Notenbank der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Frankfurt und ihren Hauptverwaltungen (Landeszentralbanken) in den einzelnen Bundesländern. Organe der Deutschen Bundesbank sind der Zentralbankrat (bestehend aus den Präsidenten der Landeszentralbanken), der Bundesbankpräsident, das Direktorium und die Vorstände der einzelnen Landeszentralbanken. Die Hauptaufgabe der Bundesbank liegt in der Regelung der Geld- und Kreditversorgung der Wirtschaft nach der Maßgabe, die Währung nach außen zu sichern, ihre Kaufkraft im Inland zu erhalten und die allgemeine Wirtschaftspolitik der Bundesregierung zu unterstützen. Dies geschieht in erster Linie über die Regelung der Diskont-, Lombard- und Mindestreservesätze sowie über ihre Eingriffe (Interventionen) am Devisen-, Geld- und Kapitalmarkt (Offenmarktpolitik). Von Weisungen der Bundesregierung oder anderen staatlichen Stellen ist die Deutsche Bundesbank unabhängig.



Siehe auch Intervention Devisenmarkt Kapitalmarkt

Deutsche Terminbörse

Die Deutsche Terminbörse (DTB) ist die seit Anfang 1990 in Deutschland betriebene Börse für Options- und Termingeschäfte auf deutsche Aktien, Indizes usw. mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie löst den bis dahin an den deutschen Börsen betriebenen Aktienoptionshandel ab, der den Anforderungen eines modernen Marktes nicht mehr entsprach.

Siehe auch DTB Börse Optionsgeschäft Termingeschäft

Devisen

Alle ausländischen Währungen, insofern sie als Guthaben oder Wertpapiere (z.B. auch Schecks und Wechsel) Forderungen gegenüber dem Ausland darstellen. Dazu zählt nicht ausländisches Bargeld, das als Sorten bezeichnet wird.



Siehe auch Wertpapier

Devisenbörse

Ort, an dem fremde Währungen im amtlichen Markt gehandelt werden. In Deutschland befinden sich solche Devisenbörsen in Frankfurt (Leitbörse), Berlin, Düsseldorf, Hamburg und München, wobei die amtlichen Tageskurse zum sogenannten Fixing gegen 13 Uhr unter Mitwirkung der Deutschen Bundesbank in Frankfurt ermittelt und an allen fünf Börsenplätzen gleichlautend notiert werden. Außerbörslich handeln die Banken Devisen untereinander in erheblichem Umfang im Telefonverkehr.



Siehe auch Leitbörse Fixing Devisen Telefonverkehr

Devisenmarkt

Markt für den Handel mit ausländischen Währungen. Am Devisenmarkt bildet sich der Devisenkurs (Wechselkurs) als Preis (Gegenwert) einer ausländischen Währung im Verhältnis zur inländischen.


Disagio (= Abschlag)

Differenz zwischen Nennwert und niedrigerem Kurswert einer Anleihe, meist ausgedrückt in Prozent des Nennwertes.

Siehe auch Agio

Diskontsatz

Zinssatz, zu dem die Deutsche Bundesbank Wechsel ankauft, die von den Banken angeboten werden. Die Banken können sich auf diese Weise kurzfristig Liquidität verschaffen, indem sie die von ihren Kunden entgegengenommenen und mit einem höheren Zinssatz diskontierten Wechsel mit einem niedrigeren Zinssatz an die Bundesbank abgeben. Der Diskontsatz hat in der Regel erheblichen Einfluß auf die Zinsentwicklung auch des übrigen Finanz- und Kapitalmarkts und ist für die Bundesbank daher eines der schärfsten Instrumente zur Steuerung der allgemeinen Liquidität, Preisstabilität und übrigen wirtschaftlichen Entwicklung. Grundsätzlich gilt: Wird der Diskontsatz gesenkt, sinkt das Zinsniveau insgesamt. Die Anlage in Aktien wird dann gegenüber der in festverzinslichen Wertpapieren attraktiver, was zu steigenden Aktienkursen führt. Wird der Diskontsatz dagegen erhöht, schichten Anleger Aktienbestände in die dann höher verzinsten Anleihen um und die Aktienkurse geben nach.

Siehe auch Deutsche Bundesbank Liquidität Kapitalmarkt Zinsniveau Aktie Wertpapier Anleihe

Diversifikation

Im Bereich der Börsensprache: Geldanlage in mehreren Ländern, Branchen und Wertpapieren zur Streuung des Risikos.


Siehe auch Wertpapier

Dividende

Hat eine Aktiengesellschaft mit Gewinn gearbeitet, so schüttet sie einen Teil dieses Jahresüberschusses an die Aktionäre aus. Der auf die einzelne Aktie entfallende Betrag wird Dividende genannt. Sie setzt sich zusammen aus einem bar ausbezahlten Teil (Bardividende) und einer Steuergutschrift für die anrechenbare Körperschaftssteuer.

Dividendenrendite

Die Dividendenrendite zeigt die Relation von ausgezahlter Dividende und Aktienkurs. Mit dieser Kennzahl soll ein schneller Überblick über die ausgezahlte Dividende im Verhältnis zum Aktienkurs wiedergegeben werden. Vergleicht man die Dividende, die eine AG zahlt, mit den Zinsen, die der Emittent einer Anleihe zahlt, so kann man anhand dieser Kennzahl die Attraktivität vergleichen. Gerade für den langfristig orientierten Anleger ist dieser Vergleich sinnvoll. Zahlt z.B. eine AG eine Dividende von 5 Euro bei einem Aktienkurs von 100 Euro, so wäre, eine konstante Dividende vorrausgesetzt, eine Dividendenrendite von 5% für das eingesetzte Kapital zu erwarten. Natürlich verhalten sich Aktien volatiler als Anleihen, aber die Dividendenrendite kann zum Vergleich herangezogen werden, ob sich das höhere Risiko einer Aktienanlage im Vergleich zu einer Anleihe überhaupt lohnt.


Siehe auch Dividende Zinsen Emittent Anleihe Aktien

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