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Unser Börsenlexikon für Sie!

Allerlei Begriffe aus der Welt der Börse begegnen uns immer wieder. Viele davon befinden sich im allgemeinen Sprachgebrauch, doch oft herrscht Irritation, wenn es ans Eingemachte geht. Jetzt nicht mehr!

Nutzen Sie unser Börsen-ABC!

Unser Lexikon erhebt auf keinen Fall Anspruch auf Vollständigkeit. Sollten Sie etwas vermissen, freuen wir uns über jeden Hinweis.

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Abgeld, Abschlag

Disagio.

Siehe auch Disagio

Absicherungsverhältnis

(Hedge Ratio) Das Absicherungsverhältnis gibt an, wie viele Optionen relativ im Verhältnis zur Anzahl der Basiswerte benötigt werden, um sich gegen Preisveränderungen im Basiswert abzusichern.

Siehe auch Option Basiswert

Abwicklung

(Settlement) Durchführung der geld- und stückmäßigen Erfüllung von Börsegeschäften.

Abwicklungspreis

(Settlement-Preis) Jener Preis, zu dem Börsegeschäfte tatsächlich erfüllt werden. Er wird bei Termingeschäften am letzten Handelstag festgelegt.

Siehe auch Termingeschäft

Ad-hoc-Publizität

Laut Börsegesetz die Verpflichtung eines Emittenten zur Veröffentlichung von Unternehmensmeldungen, die einen Einfluss auf den Aktienkurs des betreffenden Unternehmens haben können. Durch diese so genannten Ad-hoc Meldungen ist gewährleistet, dass alle Aktionäre umgehend und gleichzeitig informiert werden. Ad-hoc-Meldungen können z. B. sein: Quartals- oder Jahreszahlen, Übernahmen, Umsatz-und Gewinnwarnungen oder ein Vorstandswechsel.

Siehe auch Emittent Aktienkurs Aktionär

Adjustment

Änderung eines bereits abgeschlossenen Wertpapiergeschäftes hinsichtlich Konto, Mitglied, Eröffnung und/oder Glattstellung. Adjustments werden auf Antrag des betreffenden Handelsmitgliedes nach dem Börsehandel durch die Clearing-Stelle durchgeführt.

Siehe auch Glattstellung Clearing

AG

Abkürzung für Aktiengesellschaft.

Siehe auch Aktiengesellschaft

Agio

Differenz zwischen Nennwert und höherem Kurswert eines Wertpapiers. Es wird meist in Prozent des Nennwertes ausgedrückt. Der Gegensatz ist Disagio.

Aktie

Die Aktie ist ein Anteilspapier, das wirtschaftliches Miteigentum an einer Aktiengesellschaft verbrieft. Die Höhe des Anteils am Grundkapital und somit am bilanziellen Gesamtvermögen der AG wird durch den Nennwert festgelegt.

Aktienanalyse

Chart-Analyse. Fundamental-Analyse.

Siehe auch Chart-Analyse Fundamental-Analyse

Aktienfonds

Jene Investmentfonds, die in Aktien eines bestimmten Landes, einer festgelegten Region, weltweit oder in einer bestimmten Branche investieren. Sie bieten Anlegern die Chance, sich auch mit relativ geringem Kapitaleinsatz an ausgewählten Märkten zu engagieren und eine attraktive „Nachstreurendite“ bei reduziertem Risiko zu erzielen.

Siehe auch Investmentfonds

Aktiengesellschaft

(AG) Unternehmensrechtsform, bei der die Gesellschafter, die Aktionäre, an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt sind und darüber hinaus nicht haften.

Siehe auch Aktie Grundkapital

Aktienindex

Der Aktienindex ist eine Kennziffer, die Auskunft über Entwicklung und Stand der Aktienkurse gibt. Zur Berechnung werden entweder einige ausgewählte Aktien, beispielsweise bestimmter Wirtschaftsbereiche und Länder, oder eine Vielzahl verschiedener Aktien herangezogen.

Aktienkapital

Grundkapital.

Siehe auch Grundkapital

Aktienkurs

Preis von an den Börsen gehandelten Aktien. Der Kurs ist als Marktpreis das Ergebnis des zum Zeitpunkt der Kursbildung bestehenden Verhältnisses von Angebot und Nachfrage. Wichtige beeinflussende Faktoren sind dabei die wirtschaftlichen Erwartungen, die in ein börsenotiertes Unternehmen gesetzt werden, aber auch volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen (vor allem Zinsen), politische Erwartungen, Spekulationen und Interessenskäufe.

Siehe auch Aktie Zinsen

Aktienmarkt

Der gesamte den Handel mit Aktien betreffende Börsemarkt (Rentenmarkt, Wertpapiermarkt).

Siehe auch Aktie Rentenmarkt Wertpapiermarkt

Aktienoptionen

Eine Option, deren Basiswert eine Aktie ist.

Siehe auch Option Basiswert Aktie

Aktienrückkauf

Kauf von eigenen Aktien über die Börse durch die Aktiengesellschaft selbst, um Kapital zu vermehren oder eine feindliche Übernahme zu verhindern. Wegen der geringeren Stückzahl steigt zumeist der Kurs der Aktie, weil sich der Gewinn je Aktie erhöht. Die Aktionäre müssen dem Rückkauf auf einer Hauptversammlung zustimmen.

Siehe auch Börse Aktiengesellschaft

Aktiensplit

Teilung des Nennwertes in kleinere Einheiten, wobei das Grundkapital und der Gesamtwert der Aktien unverändert bleiben, z.B.: eine Aktie mit dem Nennwert 100 notiert vor dem Split bei EUR 1.200. Durch eine Teilung auf 10 Aktien mit Nennwert 10 wird die Aktie optisch leichter. Eine Aktie kostet nach dem Split EUR 120. Ein Aktienbesitzer, der vor dem Split eine Aktie mit dem Nennwert 100 (Kurswert EUR 1.200) besessen hat, besitzt nach dem Aktiensplit 10 Aktien à Nennwert 10 (Kurswert 10 x 120 = 1.200). Der Wert seiner Veranlagung hat sich daher nicht verändert.

Siehe auch Nennwert Grundkapital Aktie

Aktionär

Inhaber von Aktien, dem Vermögens- und Mitspracherechte zustehen.

Siehe auch Aktie

Aktionärsbrief

Mitteilung des Vorstandes einer Aktiengesellschaft, in der die Aktionäre im Laufe des Geschäftsjahres,
meist halb- oder vierteljährlich, über den Geschäftsgang des Unternehmens informiert werden.

Siehe auch Vorstand Aktiengesellschaft Aktionär

Aktiva

Alle Vermögenswerte eines Unternehmens, die in der Bilanz des Unternehmens enthalten sind und den Passiva (Verpflichtungen) gegenübergestellt werden.

Siehe auch Bilanz Passiva

Alpha-Faktor

Faktor, der die Über- oder Unterbewertung einer Aktie ausdrückt. Ein positiver Alpha-Faktor für eine Aktie bedeutet, dass die Aktie unterbewertet, ein negativer Alpha-Faktor, dass sie überbewertet ist.

Siehe auch Aktie

Alte Aktien

Bezeichnung des alten Aktienbestandes bei der Vergabe von so genannten Jungen Aktien. Im Gegensatz zu jungen Aktien besitzen alte Aktien die volle Dividendenberechtigung. Ihr Kurs liegt daher in der Regel über dem der jungen Aktien und werden so lange separat an der Börse gehandelt, bis die jungen Aktien den alten Aktien gleichgestellt werden.

Siehe auch Junge Aktie Kurs

Am Geld

(at-the-money, ATM) Sowohl Calls als auch Puts liegen am Geld, wenn der Ausübungspreis und der Kurs des Basiswertes gleich sind.

Siehe auch Calls Puts Ausübungspreis Basiswert

Amerikanische Option

Option amerikanischen Stils.

Siehe auch Option

Amtlicher Handel

Börserechtliche Zulassungsform an der Deutschen Börse mit den strengsten Zulassungsvoraussetzungen und Publizitätsvorschriften (Zulassungsverfahren). Daneben besteht für Wertpapiere noch die Möglichkeit, zum Handel im Geregelten Freiverkehr zugelassen zu werden.

Siehe auch Zulassungsverfahren Geregelten Freiverkehr Dritten Markt

Anfangskurs

(Opening) Erster Kurs für ein Wertpapier am Beginn der Handelszeit (Gegensatz: Schlusskurs).

Siehe auch Schlusskurs

Anleihe

Auch Bond genannt. Forderungs(wert)papier mit genau festgelegten Bedingungen hinsichtlich Verzinsung, Laufzeit und Rückzahlungsverpflichtungen, mit dem die Großschuldner längerfristige Darlehen aufnehmen. Großschuldner sind die öffentliche Hand (Bund, Länder und Gemeinden), Großunternehmen und Banken. bond market.at.

Siehe auch bond market.at

Anonyme Konten

Spar- oder Wertpapierkonten, die lediglich eine Nummer tragen und eingerichtet werden, ohne dass der Name des Kontoinhabers bekannt ist.

Antragsrecht

Recht der Aktionäre, in der Hauptversammlung selbst Anträge zu stellen.

Siehe auch Aktionär Hauptversammlung

Arbitrage, Arbitrage-Geschäft

Geschäft, das Preisunterschiede für dasselbe Produkt an verschiedenen Märkten zur Gewinnerzielung ausnützt,
z.B. Unterschiede zwischen gleichwertigen Positionen am Kassa- und Terminmarkt oder auch Kursunterschiede einer Aktie an verschiedenen Börsen.

Siehe auch Kassamarkt Terminmarkt Aktie Börse

Ask

Briefkurs.

Siehe auch Briefkurs

Assignment

Zuteilung.

Siehe auch Zuteilung

at-the-money

am Geld.

Siehe auch am Geld

ATM

Abkürzung für at-the-money, am Geld.

Siehe auch am Geld

Auction Market

standard market auction.at.

Siehe auch standard market auction.at

Aufgeld, Aufschlag

Agio.

Siehe auch Agio

Aufsichtsrat

Gesellschaftsorgan der Aktiengesellschaft, das den Vorstand bestellt, abberuft und überwacht. Der Aufsichtsrat wird von der Hauptversammlung gewählt und vertritt die Interessen der Eigentümer (Aktionäre).

Siehe auch Aktiengesellschaft Vorstand Hauptversammlung Aktionär

Auftrag

(Order) Willensbekundung eines Kunden, Wertpapiere zu kaufen bzw. zu verkaufen. Ein Auftrag kann nach bestimmten Kriterien spezifiziert werden: Zusammensetzung des Auftrages (einfach/kombiniert) und Behandlung im Auftragsbuch (Zeitraum der Gültigkeit von limitierten Aufträgen, Ausführungsbeschränkungen bei unlimitierten Aufträgen).

Siehe auch Auftragsbuch limitierter Auftrag Ausführungsbeschränkung unlimitierter Auftrag

Auftragsbuch

(Orderbuch) Im zentralen Auftragsbuch einer Börse werden mit Ausnahme von Bestensaufträgen alle Aufträge gespeichert und auf ihre Durchführbarkeit untersucht und schließlich durchgeführt. Im Auftragsbuch ist daher jederzeit die aktuelle Auftragslage ersichtlich.

Siehe auch Bestensauftrag

Aus dem Geld

(out-of-the-money, OTM) Ein Call ist aus dem Geld, wenn der Kurs des Basiswertes unter dem Ausübungspreis liegt. Ein Put liegt aus dem Geld, wenn der Kurs des Basiswertes über dem Ausübungspreis liegt.

Siehe auch Call Basiswert Put

Ausführungsbeschränkungen

Ausführungsbeschränkungen dienen der Spezifikation von Bestensaufträgen, man unterscheidet z.B. in Fill-or-Kill oder Immediate-or-Cancel Orders.

Siehe auch Bestensauftrag Fill-or-Kill Immediate-or-Cancel Order

Ausgabepreis

Emissionspreis.

Siehe auch Emissionspreis

Auskunftsrecht

Recht der Aktionäre, in der Hauptversammlung Fragen, die die Gesellschaft und das Geschäftsergebnis betreffen, an den Vorstand zu richten. Nur in Ausnahmefällen darf der Vorstand die Auskunft verweigern.

Siehe auch Aktionär Hauptversammlung Vorstand

Ausschüttung

Jener Teil des Gewinnes, der bei Beteiligungspapieren bzw. Investmentzertifikaten an die Inhaber der Wertpapiere ausbezahlt wird.

Siehe auch Beteiligungspapier Investmentzertifikat

Ausstellen

Schreiben.

Siehe auch Schreiben

Ausübung

Erklärung eines Options-Inhabers, dass er den Basiswert gemäß den vereinbarten Bedingungen zu kaufen (bei Call) bzw. zu verkaufen (bei Put) wünscht.

Siehe auch Basiswert Call Put

Ausübungsperiode, -zeit

Zeitraum, während dessen Ausübungen im Clearingsystem (Clearing) vorgenommen werden können.

Siehe auch Clearing

Ausübungspreis

(Strike-Price, Exercise-Price, Basispreis) Preis, zu dem der Basiswert bei Ausübung der Option gekauft bzw. verkauft werden kann.

Siehe auch Basiswert Option

Außerbörslicher Handel

(OTC-Markt, Over-the-Counter-Market, Interbankenmarkt) Der Markt, an dem der Handel von Wertpapieren, Geld, Devisen oder anderen außerhalb der Börse, zwischen den Handelsteilnehmern direkt, stattfindet.

Siehe auch Wertpapier

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